Mo.. Apr. 6th, 2026
Lib Dem-Adliger droht Suspendierung nach neuen Belästigungsvorwürfen

Lord Rennard ist von den Liberaldemokraten suspendiert worden, nachdem die Partei eine erneute Untersuchung der Vorwürfe sexueller Belästigung gegen weibliche Mitglieder eingeleitet hat.

Ein Sprecher der Liberaldemokraten erklärte, dass die Partei „nun eine Rechtsberatung erhalten hat“, die darauf hindeutet, dass eine Untersuchung der Vorwürfe aus dem Jahr 2013 „in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft war“.

Die Belästigungsvorwürfe gegen den Peer tauchten 2013 auf. Im Jahr 2014 kam jedoch ein von der Partei mit der Untersuchung beauftragter Barrister zu dem Schluss, dass die Aussagen der vier Frauen zwar „im Großen und Ganzen glaubwürdig“ seien, aber nicht über jeden Zweifel erhaben bewiesen werden könnten.

Damals entschuldigte sich Lord Rennard, falls er „unabsichtlich“ in den „persönlichen Freiraum“ eingedrungen sei. Die BBC hat Lord Rennard um eine Stellungnahme gebeten.

Der Sprecher der Lib Dems fügte hinzu, dass Parteichef Sir Ed Davey der Meinung sei, dass „Rennard kein Mitglied des House of Lords sein sollte“ und „dass es Peers erleichtert werden sollte, wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens aus dem House of Lords ausgeschlossen zu werden“.

Im Jahr 2013 wurde Lord Rennard, ein ehemaliger Geschäftsführer der Partei, von vier Frauen beschuldigt, er habe seine Position über mehrere Jahre hinweg durch unangemessene Berührungen und Avancen missbraucht.

Die interne Untersuchung der Partei kam zu dem Schluss, dass keine weiteren Maßnahmen gegen Lord Rennard ergriffen werden sollten, forderte ihn jedoch auf, sich zu entschuldigen. Er lehnte dies zunächst ab, drückte später jedoch sein Bedauern aus.

Die Metropolitan Police stellte außerdem fest, dass „nicht genügend Beweise“ vorlagen, um den Peer wegen der Vorwürfe der sexuellen Berührung zu belangen.

Lord Rennard focht daraufhin seine Suspendierung von den Lib Dems an und argumentierte, dass sie gegen die Parteiregeln verstoße. Die Suspendierung wurde schließlich aufgehoben, nachdem das Disziplinarverfahren gegen ihn eingestellt worden war, und die Partei gab bekannt, dass damit „die Angelegenheit abgeschlossen“ sei.

Von ProfNews