Sa.. Jan. 24th, 2026
Deutsche Staatsanwaltschaft schließt Julio-Iglesias-Ermittlungen ab und weist sexuelle Nötigungsvorwürfe zurück

Spanische Staatsanwälte haben ihre Ermittlungen zu den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen den Sänger Julio Iglesias abgeschlossen.

Die Behörden stellten fest, dass spanische Gerichte in dieser Angelegenheit nicht zuständig sind, da die angeblichen Straftaten im Ausland begangen wurden und die Klägerinnen weder spanische Staatsbürgerinnen noch Einwohnerinnen sind, noch mit dem Künstler nach Spanien gereist sind.

Die Anschuldigungen wurden von zwei ehemaligen Angestellten vorgebracht, die behaupteten, der 82-jährige spanische Entertainer habe eine „Kultur des Missbrauchs“ gefördert, die von Zwang, Drohungen und Gewalt geprägt gewesen sei, während sie in seinen Anwesen auf den Bahamas und in der Dominikanischen Republik im Jahr 2021 beschäftigt waren.

Iglesias hat diese Behauptungen, die letzte Woche öffentlich wurden, entschieden zurückgewiesen.

Am 5. Januar reichten die Frauen eine formelle Klage beim Nationalgericht ein, das sich mit Verbrechen befasst, die angeblich außerhalb Spaniens begangen wurden, und beriefen sich dabei auf sexuelle Nötigung und Menschenhandel.

Die Interessenvertretungen Women’s Link Worldwide und Amnesty International wiesen darauf hin, dass die in der Klage beschriebenen Handlungen als „Menschenhandel zum Zweck der Zwangsarbeit“ und „Verbrechen gegen die sexuelle Freiheit“ ausgelegt werden könnten.

Women’s Link Worldwide bezeichnete die Klägerinnen als junge lateinamerikanische Frauen „in prekären Situationen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse stark von ihrem Lohn abhängig waren“.

Die Klage wurde laut der Organisation in Spanien eingereicht, da die Gesetzgebung des Landes darauf ausgelegt ist, Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt und Menschenhandel zu schützen.

Die Staatsanwälte erklärten jedoch, dass die Nicht-spanische Staatsbürgerschaft und der Wohnsitz der Klägerinnen die Anwendung des Rechtsgrundsatzes der universellen Gerichtsbarkeit ausschließen.

Darüber hinaus betonten sie, dass die Dominikanische Republik und die Bahamas, wo die angeblichen Verbrechen stattfanden, über eine „klare und wirksame Kompetenz“ verfügen, die Vorwürfe unabhängig zu untersuchen.

Iglesias äußerte sich zu den Vorwürfen über einen Instagram-Post (auf Spanisch) und erklärte: „Ich weise zurück, jemals eine Frau missbraucht, genötigt oder missachtet zu haben. Diese Anschuldigungen sind absolut falsch und betrüben mich zutiefst.“

Zahlreiche Freunde des Sängers haben ebenfalls ihr starkes Unglauben darüber geäußert, dass er zu einem solchen Verhalten fähig sei.

Julio Iglesias gilt als einer der erfolgreichsten lateinamerikanischen Künstler aller Zeiten, mit über 300 Millionen verkauften Tonträgern im Laufe seiner Karriere.

Er ist auch der Vater des Musikkollegen Enrique Iglesias.

Von ProfNews