Nigeria trauert um Ifunanya Nwangene, eine aufstrebende Sängerin, die am Samstag in Abuja tragisch nach einem Schlangenbiss verstorben ist.
Nwangene, im Alter von 26 Jahren, erlangte Bekanntheit als Kandidatin bei The Voice Nigeria im Jahr 2021. Sie war bekannt für ihre musikalische Vielseitigkeit und verband nahtlos Genres wie Jazz, Oper, Klassik und Soul.
Aufnahmen, die in den sozialen Medien kursieren, zeigen einen Schlangenbeschwörer, der eine Schlange, angeblich eine Kobra, aus ihrer Wohnung entfernt, während Zuschauer ihre Besorgnis äußern.
Sam Ezugwu, ein enger Freund und Musikdirektor des Amemuso-Choirs, in dem Nwangene auftrat, beschrieb sie gegenüber der BBC als einen „aufsteigenden Stern“.
Ezugwu merkte an, dass sie ihr erstes Solokonzert für später in diesem Jahr geplant hatte. Nwangene war auch eine qualifizierte Architektin.
Hillary Obinna, ein Sängerkollege, erzählte der BBC, dass Nwangene angeblich durch den Schlangenbiss im Schlaf geweckt wurde.
Obinna gab an, dass anschließend zwei Schlangen auf dem Grundstück entdeckt wurden.
Nwangene suchte zunächst in einer lokalen Klinik Behandlung, die kein Gegengift besaß, bevor sie in ein Krankenhaus verlegt wurde.
Ezugwu sagte, er sei am Samstag ins Krankenhaus geeilt, nachdem er von ihrer Aufnahme erfahren hatte. Er berichtete, dass das Krankenhaus eines der notwendigen Gegengifte besaß, das andere jedoch nicht.
„Während das medizinische Personal versuchte, sie zu stabilisieren, konnte sie nicht sprechen, aber sich durch Handgesten verständigen. Sie hatte Schwierigkeiten beim Atmen“, sagte er.
Ezugwu sagte, er sei gegangen, um das fehlende Gegengift zu finden, aber bei seiner Rückkehr erfuhr er, dass sie gestorben war.
Er fügte hinzu, dass der gesamte Chor an diesem Abend ins Krankenhaus ging, „in der Hoffnung, dass ein Wunder geschieht“.
In einer Erklärung wies das Krankenhaus Behauptungen zurück, dass das Gegengift nicht verfügbar gewesen sei, und dementierte jegliche Unzulänglichkeit in seiner Reaktion, wobei es betonte, dass solche Behauptungen „nicht die Realität der Situation widerspiegeln“.
Das Federal Medical Centre, Jabi, erklärte am Sonntag: „Unser medizinisches Personal leistete sofortige und angemessene Behandlung, einschließlich Wiederbelebungsmaßnahmen, intravenöser Flüssigkeiten, intranasalen Sauerstoffs und der Verabreichung von polyvalentem Schlangengegengift.“
Das Krankenhaus merkte an, dass eine „gründliche, aber schnelle“ Beurteilung auf schwere Komplikationen durch den Schlangenbiss hindeutete. Vor ihrer Verlegung auf die Intensivstation verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich, und das medizinische Personal war „nicht in der Lage, sie wiederzubeleben“.
„Wir stehen zur Qualität der Versorgung und dem Engagement, das unser Team täglich zeigt.“
Obinna beschrieb Nwangene als „ein sehr wundervolles Mädchen, sie ist bescheiden – sehr intelligent und sehr talentiert.“
„Alle sind erschüttert. Wir konnten nachts nicht schlafen.“
Nwangenes Tod hat in Nigeria inmitten jüngster Vorwürfe medizinischer Fahrlässigkeit Diskussionen über die Qualität der Gesundheitsversorgung und die Patientensicherheit neu entfacht.
Dazu gehört der kürzliche Tod von Chimamanda Ngozi Adichies 21 Monate altem Sohn. Das Krankenhaus hat in diesem Fall jegliches Fehlverhalten bestritten.
Als Reaktion auf die öffentliche Besorgnis hat Nigerias Gesundheitsminister „systemische Herausforderungen“ im Gesundheitssystem eingeräumt und die Schaffung einer nationalen Task Force für „klinische Führung und Patientensicherheit“ angekündigt.
Während Schlangenbissopfer typischerweise in ländlichen Gebieten Nigerias gefunden werden, hat Nwangenes Tod in einem gehobenen Viertel der Hauptstadt viele Nigerianer schockiert.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) identifiziert giftige Schlangenbisse als eine vernachlässigte Krise der öffentlichen Gesundheit in zahlreichen tropischen und subtropischen Ländern.
Die WHO schätzt, dass jährlich zwischen 435.000 und 580.000 Schlangenbisse, die eine Behandlung erfordern, in Afrika auftreten, wobei hauptsächlich Frauen, Kinder und Bauern in ländlichen Gemeinden betroffen sind, in denen die Gesundheitssysteme unterentwickelt und die medizinischen Ressourcen begrenzt sind.
Diese Bisse führen jedes Jahr zu etwa 30.000 Todesfällen in Subsahara-Afrika, obwohl einige Schätzungen darauf hindeuten, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher sein könnte.
Experten weisen darauf hin, dass Gegengiftmangel erheblich zur Schwierigkeit bei der Beurteilung des wahren Ausmaßes des Problems beiträgt, was oft dazu führt, dass Opfer Hilfe bei traditionellen Heilern suchen und zu nicht gemeldeten Fällen führt.
Selbst wenn Gegengift verfügbar ist, ist es oft unerschwinglich teuer, und die Lagerung ist aufgrund der Kühlanforderungen in Gebieten mit unzuverlässiger Stromversorgung eine Herausforderung.
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